Argument #20

Tiere würden sich unkontrolliert vermehren, wenn wir sie nicht essen.

Kurzantwort

Einwände auf einen Blick

Die meisten sogenannten Nutztiere existieren in so großer Zahl, weil Menschen sie gezielt künstlich züchten. Wenn die Nachfrage nach Tierprodukten sinkt, werden schrittweise weniger Tiere gezüchtet, die bestehenden Tiere werden nicht plötzlich freigelassen und vermehren sich unkontrolliert. Eine vegane Entwicklung würde die Populationen daher verkleinern, nicht vergrößern.

Argument verstehen

Einordnung des Arguments

Worum es bei diesem Argument geht

Dieses Argument behauptet, menschlicher Konsum kontrolliere Tierpopulationen. Befürworter stellen Tierhaltung oder Jagd als notwendiges Mittel dar, damit bestimmte Tiere nicht überhandnehmen.

Wo die Grenzen dieses Arguments liegen

Das Argument behauptet nicht unbedingt, dass die heutige Anzahl landwirtschaftlich gehaltener Tiere wünschenswert sei. Es argumentiert vielmehr, dass ihre regelmäßige Tötung und Nutzung notwendig ist, um ihre weitere Vermehrung zu begrenzen und eine unkontrollierbare Überpopulation zu verhindern.

Typische Formulierungen

  • „Wenn wir sie nicht essen, vermehren sie sich unkontrolliert.“
  • „Dann wären überall Kühe und Schweine.“
  • „Ohne Schlachtung gäbe es viel zu viele Tiere.“
  • „Irgendwer muss die Bestände regulieren.“

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