Argument #28

Viele Anbauflächen sind nur für Tierhaltung nutzbar.

Kurzantwort

Einwände auf einen Blick

Dass eine Fläche nicht für den Ackerbau geeignet ist, bedeutet nicht, dass sie zur Tierhaltung genutzt werden muss. Menschen können durch den direkten Verzehr pflanzlicher Nahrung mit deutlich weniger Fläche ernährt werden. Nicht benötigte Weideflächen könnten der Natur zurückgegeben werden und wieder Lebensraum für wildlebende Tiere sowie natürliche Kohlenstoffspeicher bilden.

Argument verstehen

Einordnung des Arguments

Worum es bei diesem Argument geht

Dieses Argument verweist auf Grünland, Gebirgsregionen und andere Flächen, auf denen sich kaum Lebensmittel für Menschen anbauen lassen. Wiederkäuer können das dort wachsende Gras verwerten und daraus Fleisch oder Milch erzeugen. Tierhaltung erscheint deshalb als sinnvolle oder notwendige Nutzung von Flächen, die andernfalls keinen Beitrag zur menschlichen Ernährung leisten würden.

Wo die Grenzen dieses Arguments liegen

Das Argument behauptet nicht unbedingt, dass auf allen landwirtschaftlichen Flächen Tiere gehalten werden sollten oder Tierhaltung generell besonders effizient sei. Es argumentiert vielmehr, dass zumindest auf nicht ackerfähigem Grünland Tiere zur Lebensmittelproduktion eingesetzt werden sollten, weil diese Flächen nicht unmittelbar für den Anbau menschlicher Nahrung genutzt werden können.

Typische Formulierungen

  • „Viele Flächen sind nur als Weide nutzbar.“
  • „Da kann man kein Gemüse anbauen.“
  • „Ohne Tiere wären diese Flächen wertlos.“
  • „Gras können Menschen nun mal nicht essen.“

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