Argument #09

Vielleicht spüren Tiere gar keinen Schmerz.

Kurzantwort

Einwände auf einen Blick

Bei vielen Tieren sprechen Nervensystem, Gehirnstrukturen, Verhalten und Reaktionen auf Schmerzmittel deutlich für bewusstes Schmerzempfinden. Absolute Gewissheit über fremdes Erleben haben wir auch bei anderen Menschen nicht. Vernünftig ist deshalb, die starke Evidenz ernst zu nehmen und im Zweifel kein vermeidbares Leid zu riskieren.

Argument verstehen

Einordnung des Arguments

Worum es bei diesem Argument geht

Dieses Argument stellt die Leidensfähigkeit von Tieren infrage. Befürworter verlangen eine besonders hohe Gewissheit darüber, ob Tiere Schmerz bewusst erleben, bevor ihnen moralische Rücksicht eingeräumt wird. Es versucht, Unsicherheit über inneres Erleben gegen die vegane Position zu verwenden.

Wo die Grenzen dieses Arguments liegen

Das Argument beweist nicht, dass Tiere keine Schmerzen oder kein Leid empfinden. Es verlangt lediglich, dass tierisches Empfinden ohne Zweifel bewiesen werden muss, bevor wir sie ethisch in Erwägung ziehen.

Typische Formulierungen

  • „Vielleicht spüren Tiere gar keinen Schmerz.“
  • „Das sind doch nur Reflexe.“
  • „Wir können nicht wissen, was Tiere fühlen.“
  • „Sollen wir jetzt auch Bakterien berücksichtigen?“

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