Forum · Karte #29
Wir brauchen Tiere für Dünger.
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Tierischer Dünger rechtfertigt keine Tierausbeutung
Selbst wenn Mist und Gülle für einen landwirtschaftlichen Betrieb praktisch, günstig oder sogar notwendig wären, folgt daraus nicht, dass Tiere für menschliche Zwecke genutzt und getötet werden dürfen. Wir könnten dann Tiere halten, ohne sie auszubeuten.
Der Nährstoffkreislauf arbeitet immer mit Verlusten
Aus einer bestimmten Menge Dünger entsteht nicht dieselbe Menge Pflanzenmasse, daraus dieselbe Menge Tierprodukt und daraus anschließend wieder dieselbe Menge nutzbarer Dünger. Ein Teil der Nährstoffe verbleibt im Boden, wird in tierischen Körpern oder Lebensmitteln gebunden oder geht durch Auswaschung, Erosion und gasförmige Emissionen verloren. Auch Mist und Gülle werden von den nächsten Pflanzen nicht vollständig aufgenommen. Tierhaltung schließt den Kreislauf daher nicht verlustfrei. Wenn die Tierbestände sinken, fällt zwar weniger Mist und Gülle an. Gleichzeitig müssen jedoch wesentlich weniger Futterpflanzen angebaut werden. Dadurch entfallen große Flächen, die momentan ebenfalls gedüngt werden müssen. Eine Studie mit Nährstoff-Massenbilanzen zeigt: Selbst wenn Mist und Gülle möglichst weitgehend wieder als Dünger eingesetzt werden, benötigt ein Ernährungssystem mit Tierhaltung in der Regel mehr Dünger für die Bereitstellung derselben Nährstoffmenge als ein pflanzliches, weil zusätzlich große Mengen an Futterpflanzen angebaut werden müssen. DOI: 10.1016/j.resconrec.2022.106820
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