Forum · Karte #39
Warum supplementieren, wenn es auch mit Tierprodukten geht?
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Eine Tablette wiegt weniger als ein Tierleben
Selbst wenn die regelmäßige Einnahme eines Supplements als kleine Unannehmlichkeit empfunden wird, steht ihr die lebenslange Nutzung und häufig die Tötung eines Tieres gegenüber. Eine bequeme Nährstoffquelle wird nicht dadurch moralisch notwendig, dass die tierfreie Alternative etwas Aufmerksamkeit verlangt. Der geringe Aufwand einer Supplementierung kann keine Tierausbeutung rechtfertigen.
Auch nicht-vegane Ernährung nutzt Anreicherung und Supplementierung
Supplementierung ist keine Besonderheit des Veganismus. Menschen verwenden unter anderem jodiertes Salz, mit Vitaminen angereicherte Lebensmittel, Vitamin-D-Präparate im Winter oder Folsäure für eine Schwangerschaft. Wenn Supplementation also ein Problem wäre, was es nicht ist, wäre es kein rein veganes Problem.
Dem Körper ist egal, woher seine Nährstoffe kommen
Der Körper benötigt bestimmte Moleküle, nicht deren moralisch oder kulturell bevorzugte Verpackung. Vitamin B12 aus einem Supplement erfüllt dieselbe biologische Funktion wie Vitamin B12 aus einem Tierprodukt. Dass die Einnahme sichtbarer und bewusster erfolgt, macht sie weder minderwertig noch unnatürlicher als zahlreiche andere Eingriffe in unsere moderne Lebensmittelversorgung.
Wieso sollten wir die Nährstoffe erst durch ein Tier jagen, wenn wir sie auch direkt einnehmen könnten?
Vitamin B12 wird von bestimmten Mikroorganismen gebildet. Tiere enthalten es, weil es durch mikrobielle Prozesse in ihren Körper gelangt und dort gespeichert wird. Ein B12-Präparat liefert den benötigten Stoff unmittelbar, statt zuerst ein Tier als biologischen Zwischenhändler zu züchten, auszubeuten und zu töten.
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