Forum · Karte #43
Avokados und Mandeln sind schlimmer für die Umwelt als Fleisch.
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Nicht nur Veganerinnen und Veganer essen Avocados und Mandeln
Selbst wenn Avocados und Mandeln schlimmer für die Umwelt wären als Fleisch, dann wäre das kein rein veganes Problem.
Avocados und Mandeln sind für vegane Ernährung nicht erforderlich
Veganismus schreibt weder Avocados noch Mandeln vor. Vergleichbare kulinarische oder ernährungsphysiologische Funktionen können je nach Verwendung beispielsweise Hülsenfrüchte, heimische Nüsse und Samen, Rapsöl, Hafer oder anderes Obst und Gemüse übernehmen. Wer bestimmte Anbauweisen ökologisch problematisch findet, kann diese Produkte meiden und trotzdem vollständig vegan leben.
Reale Ernährungsdaten widersprechen dem Argument
Eine Studie mit Ernährungsdaten von 55.504 Menschen verglich vegane, vegetarische und fleischhaltige Ernährungsweisen. Die vegane Gruppe verursachte gegenüber Menschen mit hohem Fleischkonsum im Durchschnitt nur rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen und Landnutzung sowie weniger Wasserverbrauch, Gewässerbelastung und Biodiversitätsschäden. Die tatsächliche Ernährung von Veganerinnen und Veganern wird durch einzelne Avocados oder Mandeln also nicht umweltschädlicher als eine fleischreiche Ernährung. DOI: 10.1038/s43016-023-00795-w
Besonders Rindfleisch verursacht wesentlich größere Klimaschäden
Wiederkäuer verursachen zusätzlich zu den Emissionen aus Futtermittelanbau, Düngung und Landnutzung große Mengen Methan. Umfangreiche Lebenszyklusanalysen ordnen Rind- und Lammfleisch deshalb bei Treibhausgasemissionen und Landbedarf deutlich über pflanzlichen Lebensmitteln ein. Der problematische Wasserbedarf von Avocados und Mandeln verwandelt Rindfleisch nicht in eine klimafreundliche Alternative. DOI: 10.1126/science.aaq0216
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