Threadbeschreibung
In der Adventist Health Study 2 mit 73.308 Teilnehmenden lag die geschätzte Gesamtsterblichkeit der veganen Gruppe nicht höher, sondern niedriger als die der nicht-vegetarischen Gruppe: HR 0,85; 95-%-Konfidenzintervall 0,73–1,01. Weil das Konfidenzintervall den Wert 1 einschließt, beweist das Ergebnis keinen eindeutigen Überlebensvorteil, es spricht aber klar gegen die Behauptung, vegane Ernährung führe generell zu einer erhöhten Sterblichkeit. DOI: 10.1001/jamainternmed.2013.6473
Eine neuere Auswertung der Adventist Health Study 2 untersuchte 88.400 Menschen über insgesamt 971.424 Personenjahre. Vegane, lacto-ovo-vegetarische und pescetarische Ernährungsweisen waren auch hier mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit verbunden. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, beweist sie nicht, dass Veganismus die Lebensdauer verlängert. Sie liefert aber ebenfalls keinen Hinweis darauf, dass Veganerinnen und Veganer allgemein früher sterben. DOI: 10.1016/j.ajcnut.2024.07.028
Eine britische Untersuchung mit 60.310 Personen, darunter 2.228 Veganer, verglich regelmäßige Fleischesser, seltene Fleischesser, Fischesser und Vegetarier einschließlich Veganer. Die Forschenden fanden insgesamt eine ähnliche Gesamtsterblichkeit zwischen den Ernährungsgruppen. Das bedeutet nicht, dass jede vegane Ernährung gesund ist, widerlegt aber die pauschale Behauptung, der Verzicht auf Tierprodukte erhöhe zwangsläufig das Sterberisiko. DOI: 10.3945/ajcn.115.119461